Niederlage gegen den Deutschen Meister

Erste Niederlage der Karlsruher Lacrosserinnen in dieser Saison gegen München.

Am Samstag den 18. Mai 2019 traten die Karlsruher Damen früh morgens die Reise nach München an. Nach dem Unentschieden im Hinspiel auf heimischem Rasen hieß es zum ersten Mal: Der Tabellenführer der Bundesliga Süd tritt gegen den amtierenden Deutschen Meister an. Dementsprechend war auch die Motivation in der Karlsruher Kabine zu spüren, doch auch die Münchnerinnen wussten worum es in diesem Spiel geht. Es versprach ein spannendes Spiel bei bestem Wetter zu werden.

Das erste Tor des Spiels ließ nicht lange auf sich warten, nach nur etwas mehr als einer Minute lag der Ball erstmals im Netz des Karlsruher Tors. Doch die Badnerinnen ließen sich davon nicht verunsichern und machten es dem amtierenden deutschen Meister mit einer soliden Defensearbeit, einigen Paraden von Goalie Simone und auch einem Fünkchen Glück unmöglich die Führung weiter auszubauen. Nach zehn intensiven Minuten kam der lang ersehnte Ausgleich durch Karo Haack nach schönem Assist von Katrin Erlenbach, der auch bis zum Ende des ersten Quarters verteidigt werden konnte. Das Fazit nach den ersten 15 Minuten lautete: So kann es weiter gehen, eine Wiederholung des Erfolgs aus der Hinrunde ist möglich.

Doch im zweiten Quarter sollte sich das ändern. In der 18. Spielminute gelang es den Münchnerinnen nach hartem Einsatz erneut in Führung zu gehen, was zudem eine verletzungsbedingte Auswechslung zur Folge hatte. Karlsruhe ließ das jedoch nicht auf sich sitzen, den anschließenden Draw entschieden die Badnerinnen für sich und Katrin versenkte den Ball nach Zuspiel von Karo nur 40 Sekunden später im Münchner Tor. Da war der Ausgleich und das Spiel blieb spannend. Kurz später ging der deutsche Meister jedoch wieder in Führung, wodurch die Karlsruher Defense sich jedoch nicht verunsichern ließ. Sie arbeiteten weiter daran, dem Gegner das Durchkommen schwer zu machen, wurden aber in der 24. Minute durch eine Gelbe Karte geschwächt. Das brachte die Routine zum wanken und in den 2 Minuten Unterzahl verbuchten die Münchnerinnen 3 Tore auf ihr Konto. Nach 26 Spielminuten stand es 6:2, was Karlsruhe zu einer Auszeit zwang. Die Ansagen des Trainers wurden kurz danach von Franziska Schneider umgesetzt, die das Ergebnis in der letzten Minute noch zu einem 6:3 korrigierte. So ging es in die Halbzeitpause.

Trotz motivierender Ansprache durch Trainer Steffen, der nochmals betonte, dass wir es schonmal geschafft hatten einen 4 Tore Rückstand gegen den gleichen Gegner aufzuholen, fand Karlsruhe nicht zurück zur gewohnten Leistung. Viele unkonzentrierte Pässe und mangelnde Absprachen, gerade in der Transition, führten zu schnellen Gegenstoßtoren von München. Damit scheiterte die Mission den Rückstand aufzuholen, und nach den ersten 10 Minuten in der zweiten Halbzeit stand es 10:3. Trotzdem gelang es den Badnerinnen auch in diesem Quarter noch ein Tor zu verbuchen, und mit einem Stand von 10:4 ging es in die letzte Quarterpause.

Im letzten Quarter fehlte es jedoch weiterhin an der nötigen Konzentration für ein Comeback. Stattdessen ließen die Münchnerinnen keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie den Platz an der Tabellenspitze zurückgewinnen wollen. Sie versenkten den Ball weitere 4 Mal im Tor der Karlsruherinnen, bevor Karo in der 58. Minute nochmals spektakulär traf und damit den Endstand von 14:5 besiegelte.

Es war ein sehr hartes Spiel, das von beiden Mannschaften vollen Einsatz forderte. Die Münchnerinnen haben verdient den Sieg davongetragen, doch auch Karlsruhe hat gezeigt, dass bei den Playoffs mit ihnen zu rechnen ist. Trotz einigen unkonzentrierten Phasen haben die Badnerinnen eine solide Leistung auf dem Platz gebracht, und besonders die Defensearbeit hat den Gegnern das Leben schwer gemacht.

Wir bedanken uns bei München für das gute Spiel, und freuen uns darauf sie in 2,5 Wochen in Hannover wieder zu sehen, #dersüdenistdiegeilstestadtderwelt

Jetzt bleiben noch 2 Heimspiele am 25.5. um 11 Uhr und am 2.6. um 16 Uhr, bevor es am Pfingstwochenende um die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft geht. Wir freuen uns über jede Unterstützung, kommt vorbei im Sparda Sportpark!

Es spielten: Simone Lay, Anne Rubin, Agnes Böckenhoff, Jeanette Mahlstedt, Sarah Klein, Angela Schwarz, Karoline Haack (3/1), Katrin Erlenbach (1/1), Laura Rösberg, Rafaela Meutelet, Julia Riedel, Rosa Frietsch Musulin, Selina Engelhardt, Bianca Lachenmann, Mirka Tiede und die Geschwister Schneider: Franziska (1/0) und Theresa.

Zurück