Karlsruhe feiert erfolgreichen Rückrundenstart

Zum Auftaktwochenende der Rückrunde in der Bundesliga-Süd waren die Karlsruher Stormer vom KIT SC zu Gast bei der freien Turnerschaft aus Würzburg.

Trotz einer doch eher mauen Hinrunde war die Ausgangslage für die Badener nicht schlecht. Die Rolle des Favoriten konnte man problemlos an die Unterfranken abgeben, die Würzburger auch gerne Annahmen, da sie wiederum ihren selbst auserkorenen Lieblingsgegner zu Gast hatten. Dennoch waren die Stormer motiviert und nach zweimonatiger Vorbereitung fit genug, um ein gutes Spiel abzuliefern, auch wenn einige wichtige Spieler nicht mit angereist waren.

Die Unbekümmertheit zahlte sich auch prompt aus. Nach einer schnellen Führung durch Niklas Netsch (#57) in der 3. Minute legten die Karlsruher trotz der zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer nach und erhöhten nach einem Abpraller durch Pascal Stich (#55), der wieder einmal zeigte, wie wichtig der Torriecher eines Attackers ist, auf 2:1. In der Folge bekamen die Fanmassen ein Ausgeglichenes Spiel zu sehen, das durch ein weiteres Tor des Coaches sowie einem Würzburger Treffer mit Zwischenstand von 2:3 ins zweite Quarter ging.

Man merkte den Franken im Anschluss an, dass sie mehr wollten und auch konnten. Durch sehr einfaches Lacrosse kamen sie über erfolgreiche 1vs1-Situationen immer wieder in gute Schusspositionen und konnten zweimal Felix Melcher, den Karlsruher Schlussmann, überwinden. Doch Karlsruhe berappelte sich und verkürzte durch eine sehenswerte Einzelsituation von Ege Köseoglu (#19) auf 3:4. Würzburg lies aber auch das nicht unkommentiert und antwortete in Form eines Treffers noch vor der Halbzeit.

Diese kam für die Badener zur rechten Zeit. Der Ersatz-Captain der Defense Hendrik Niermann (#30) analysierte präzise die Fehler seiner Hintermannschaft und die Shorties schworen sich nochmals auf eine laufintensive Teamleistung im Angriff ein. Durch eine durchweg hervorragende Leistungen am Faceoff von Jakob Müller (#64) hatte Karlsruhe wieder öfter den Ball und konnte die Zeit auch in viele Chancen ummünzen, die jedoch der gut aufgelegte Würzburger Goalie bis auf ein Tor von Philippe Spoden (#0) zu vereiteln wusste. Dennoch konnte man das dritte Quarter positiv abschließen. Der Grund dafür lag in einer sehr kompakten und körperlich spielenden Defensive, die nun besser in die Zweikämpfe kam und im sich im Falle von doch auftuenden Lücken durch hervorragende Slides die Gefahr bannte. Ebenso zeigte das Karlsruher Urgestein Peer Gittermann (#52) seine in der Vorbereitung erworbenen Fähigkeiten als LSM und nahm quasi im Alleingang den Würzburger Spielmacher aus dem Spiel.

Es zeichnete sich also ein spannendes Spiel im letzten Quarter auf der Beate-Uhse Kampfbahn ab. Die Karlsruher merkten, dass für sie ein Sieg in greifbarer Nähe war und starteten auch so in die Endphase. Nach gewonnenem Faceoff erzielte Philippe Spoden sein zweites Tor des Tages und legte im Anschluss mustergültig für den Offense-Captain David Stasch (#80) auf, der sich damit erstmals gegen den Goalie durchsetzen konnte. In der Folge spielten die Stormer beflügelt auf und erzielten aus einer immer noch stabilen Abwehr heraus zwei weitere Treffer durch Stasch und Stich, sodass man 9:5 führte. Ein anschließendes Aufbäumen der Würzburger blieb aus, sodass die Badener die Punkte in einer letztlich ungefährdeten Schlussphase mit nach Karlsruhe nehmen konnten.

Alles in allem überzeugten die Karlsruher durch eine deutliche Leistungssteigerung der Defense und ein intelligentes sowie variables Angriffsspiel. Wir bedanken uns bei Würzburg für ein spannendes und faires Match und wünschen viel Erfolg bei der kommenden Partie gegen Tübingen. Karlsruhe blickt nun gespannt auf das Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten Rhein-Neckar Lacrosse im Sparda-Sportpark am 16.3.2019.

Torschützen: Spoden (2), Stich (2), Stasch (2), Netsch (2), Köseoglu

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