Wer ist eigentlich Johannes Kaschke?

JohannesKaschke_webWie lange spielst du schon Lacrosse?

Inzwischen nicht mehr aktiv. Ich habe 2002 in den USA (Phoenix, AZ) angefangen und dort für ein Jahr in der High School gespielt. Im Studium habe ich dann Anfang 2007 wieder angefangen (erst für Heidelberg) und dann ab Mai 2007 in Karlsruhe. Mein letztes offizielles Spiel habe ich 2012 oder 2013 gemacht.

Was hat dich zum Lacrosse gebracht?

Mein Gastbruder in Phoenix, ein Tor im Garten, dauerhaft gutes Wetter und zu viel Zeit als 16-jähriger. Lange bevor die Saison los ging war ich schon süchtig. In Deutschland war es dann der Pioniergeist von Birger, Christian und mir etwas zu erschaffen, dass es vorher in Karlsruhe noch nicht gab und die 15 Sticks, die ich aus den USA mitgebracht hatte.

Was gefällt dir am besten am Lacrosse?

Natürlich die Kombination aus Schnelligkeit und Härte. Vor allem hat Lacrosse auch etwas ästhetisches, wenn man als Spieler wirklich Eins wird mit seinem Schläger. Dazu kommt für mich aber auch der historische Aspekt, den man insbesondere bei großen Turnieren merkt, wenn die Iroquois dabei sind.

Was war dein lustigstes Erlebnis im Zusammenhang mit Lacrosse?

DAS lustigste Erlebnis raus zu picken finde ich schwierig, einfach weil mir so viele einfallen. Wenn ich mich entscheiden müsste, dann für das Kieler Lacrosse Meeting 2007, da es als Gesamtpaket mit Kris, Flix, Kuschel und Birger schon speziell war. Details kann ich hier aber leider nicht nennen. 🙂

Wie stellst du dir deine sportliche Lacrosse Zukunft vor?

Den aktiven Spielbetrieb habe ich ja vor ein paar Jahren beendet. Meine sportliche Zukunft sehe nun unter anderem auch aus zeitlichen Gründen als Schiedsrichter. Da möchte ich mich vor allem persönlich weiterentwickeln. Nachdem ich national bereits so ziemlich alles mal gepfiffen habe und auch schon bei EM und U19-WM Teil der Final-Crews war, ist mein Ziel in den nächsten Jahren auch bei der WM 2018 wichtigere Blue-Division Spiele zu bekommen. Ansonsten hoffe ich Karlsruhe Storm und die Bundesliga Süd durch meine Arbeit im Förderverein bzw. in der Ligaleitung respektive voran zu treiben.

Wo siehst du Lacrosse in 5 Jahren in Deutschland?

Nach wie vor im Wachstum, aber vermutlich in einer Phase in der das Wachstum erst einmal wieder abflaut. Wir hatten von 2000 bis 2015 ein sehr starkes Wachstum in Deutschland, das nicht ohne Änderungen so weiter gehen wird. Das ist m.E. bedingt durch Faktoren wie die begrenzte Anzahl ausreichend großer Universitätsstädte, Reformen im Studium (Bachelor+Master, mehr Praktika), neue Trendsportarten und ein Zurückgehen des Pioniergedankens. In den nächsten fünf Jahren sehe ich deswegen keine fundamental en Änderungen.

Ich glaube persönlich aber, dass Lacrosse noch deutliches Potential nach oben hat. Dafür sind die Vereine aber mittelfristig auf weiteres Wachstum (im Verein selbst) angewiesen und dementsprechend auch auf viele Ehrenamtliche. Viele Mitglieder-starke Vereine in Deutschland können dann den Nährboden für zwei Trends schaffen: die Gründung von Jugendmannschaften und die Gründung von Vereinen in Städten, in denen es bereits einen Lacrosse-Verein gibt. Sollten diese beiden Trends Fuß fassen, glaube ich dass wir noch einmal ein sehr starken Schub erleben werden was die Mitgliederzahlen angeht. Die größte Änderung, die wir in den nächsten 5 Jahren in Deutschland erwarten können, ist aus meiner Sicht eine professionellere Strukturierung der bestehenden Vereine (was auch sehr wichtig ist). Wie schon erwähnt, werden die meisten Aufgaben im deutschen Lacrosse auch in fünf Jahren noch von Ehrenamtlichen übernommen werden müssen, aber es wird weniger Vereine geben in denen Einzelne sich um Alles kümmern.

Kannst du dich noch daran erinnern wie es war, als du dein erstes Tor geschossen hast?

Nein, es ist aber auch schon fast 10 Jahre her und danach folgten schon einige 🙂  Ich erinnere mich an 2-3 ganz wichtige Tore und leider im Nachhinein an deutlich mehr Situationen in denen mir das entscheidende Tor nicht gelungen ist.

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